Podcast Folge 216: Meditation für mehr Vertrauen in dich und das Leben

Urvertrauen stärken: Wie du zurück in deine innere Sicherheit findest

Kennst du dieses Gefühl, wenn der Boden unter den Füßen wackelig wird? Gerade in fordernden Berufen – sei es als Ärzt:in, Therapeut:in oder in einer Führungsposition – sind wir es gewohnt, zu funktionieren. Wir halten die Fäden in der Hand, tragen Verantwortung und treffen Entscheidungen. Doch was passiert, wenn leise Zweifel anklopfen? Wenn der Stresspegel dauerhaft hoch ist und das tiefe Vertrauen in die eigene Kraft langsam schwindet?

In diesem Artikel geht es nicht nur um Entspannung. Es geht um das Fundament deiner mentalen Gesundheit: Dein Urvertrauen. Wir schauen uns an, wie du durch gezielte Meditation und kognitive Neuausrichtung deine innere Stabilität zurückgewinnst und warum das Wiederholen neuer Gedankenmuster neurobiologisch so entscheidend ist.

Warum wir das Vertrauen verlieren (und wie wir es zurückholen)

Oft sind es alte Denkmuster, die uns im Weg stehen. Vielleicht kennst du Gedanken wie:

  • „Ich muss immer leisten, um anerkannt zu werden.“
  • „Ich darf keine Fehler machen.“
  • „Was, wenn ich nicht gut genug bin?“

Diese Muster laufen oft unbewusst ab, wie ein Autopilot. Sie waren vielleicht früher nützlich, um uns zu schützen, aber heute erzeugen sie Stress und Ängste. Das Ziel ist nicht, diese Gedanken zu bekämpfen, sondern Distanz zu ihnen zu gewinnen. Du bist nicht deine Gedanken. Du bist die Person, die entscheidet, welchen Gedanken sie Raum gibt.

Die Kraft der Visualisierung: Die Luftballon-Methode

Im Podcast stellt Dipl.-Psych. Verena Wendt eine wirkungsvolle Methode vor, um emotionale Distanz zu schaffen: Die Visualisierung von Luftballons. Stell dir vor, du packst jeden Zweifel, jeden Vorwurf an dich selbst und jedes alte Muster in einen bunten Luftballon. Dann lässt du diesen Strauß an Ballons in den Himmel steigen.

Das Spannende daran: Es geht nicht darum, dass diese Anteile „verschwinden“ müssen. Es geht darum, dass sie dich nicht mehr steuern. Du schaffst Raum zwischen Reiz und Reaktion. In diesem Raum liegt deine Freiheit, dich neu zu entscheiden – für deine Werte und für das, was du wirklich willst.

Neuroplastizität: Warum einmal nicht reicht

Vielleicht hast du schon oft meditiert und dich gefragt, warum die Wirkung nicht anhält. Die Antwort liefert unser Gehirn. Unser Verstand lernt durch Wiederholung. Alte neuronalen Bahnen (deine Gewohnheiten und Ängste) sind wie breite Autobahnen. Neue Gedanken des Vertrauens sind anfangs nur schmale Trampelpfade.

Dr. Katja Schaaf und Verena Wendt empfehlen daher: Höre eine Meditation wie diese mindestens einmal täglich für vier bis sechs Wochen. Erst durch diese Konstanz signalisierst du deinem System, dass der Zustand von Ruhe und Vertrauen der neue Standard ist. So „verdrahtest“ du dein Gehirn neu auf Zuversicht.

FAQ: Häufige Fragen zum Thema Urvertrauen und Meditation

Wie kann ich mein Urvertrauen wieder stärken?

Urvertrauen wächst, indem du positive Erfahrungen mit dir selbst machst und deinem Nervensystem regelmäßig Sicherheit signalisierst. Meditation hilft dabei, den körperlichen Stressmodus zu verlassen und den Zugang zu deiner Intuition wieder freizulegen.

Was hilft effektiv gegen Selbstzweifel?

Das Erkennen ist der erste Schritt. Sobald du merkst „Ah, das ist wieder dieser alte Gedanke“, hast du die Wahl. Ersetze den Zweifel bewusst durch Sätze wie: „Ich gebe mein Bestes und mein Bestes ist gut genug.“

Warum fällt es mir so schwer, abzuschalten?

Wenn du lange im Funktionsmodus warst, fühlt sich Entspannung für das Nervensystem paradoxerweise oft „unsicher“ an. Regelmäßige, geführte Meditationen trainieren dein System sanft darin, Loslassen wieder als sicher und wohltuend zu empfinden.

Fazit: Du hast den Schlüssel in der Hand

Dein Vertrauen in dich selbst ist die Basis für alles: Deine Gesundheit, deine Entscheidungen und deine Lebensqualität. Du musst nicht perfekt sein. Es reicht, wenn du dir erlaubst, jeden Tag ein kleines bisschen mehr auf deine innere Stimme zu hören statt auf den inneren Kritiker.

Denk daran: Du kannst dein Leben nur vorwärts leben und rückwärts verstehen. Nutze die Vergangenheit als Lehrer, nicht als Richter, und richte deinen Fokus auf das, was jetzt wachsen darf.


Podcast-Tipp:
Wenn dich dieses Thema interessiert und du die geführte Meditation von Verena Wendt im Original hören und direkt mitmachen möchtest, findest du hier den passenden Podcast. Nimm dir diese Zeit für dich – du hast es verdient.

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